Die Eltern werden alt! Und jetzt?

Wenn Eltern alt werden.

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Wenn die Eltern nicht mehr so können wie früher, ist das eine meist unangenehme, sogar schmerzhafte und zum Teil angsterregende Erkenntnis – für alle. Viele Fragen tun sich auf. Mit den Gedanken kommen die Sorgen. Auslöser muss nicht ein plötzlicher Sturz mit Krankenhausaufenthalt sein. 

Manchmal ist es auch ein schleichender Prozess: Wenn man mal genauer hinsieht, fällt auf, dass es in der Wohnung der Eltern nicht mehr so sauber ist wie sonst. Oder ihre Kleidung vermehrt Flecken hat. Dass sie nicht mehr so gut hören wie früher und die Unterhaltungen anstrengend werden. Oder dass sie wackelig auf den Beinen sind, nicht mehr spazieren gehen oder sich mit ihren Freunden zum Kaffee treffen wollen. Das kann man eine Zeit lang verdrängen, aber spätestens, wenn die Eltern schon wieder den PIN-Code der EC-Karte vergessen habe und diese gesperrt wurde, wenn notwendige Medikamente nicht eingenommen werden oder im schlimmsten Fall ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist, dann wird klar, dass sie vermehrt Unterstützung benötigen.

Woran erkenne ich, dass meine Eltern verstärkt auf Hilfe angewiesen sind? Was kann ich konkret tun, um zu helfen? Und wo fange ich an?

Erste Schritte – ein Wegweiser Zunächst einmal gilt es, festzustellen, in welchen Bereichen die Eltern Unterstützung brauchen. Beobachte sie, sprich mit ihnen und finde heraus, wie sie selbst die Situation einschätzen. Wie stellen sie sich die weiteren Schritte vor? Stelle die Situation aus deiner Sicht dar und erkläre, was dir Sorgen bereitet. Beziehe auch deine Familie ein. Frag nach, ob deine Geschwister ähnliche Beobachtungen gemacht haben. Vielleicht haben sie eine andere Sicht oder bereits eine gute Lösung zur Hand.

Sind die Eltern eingeschränkt beim Aufstehen und Herumlaufen? Sind sie unsicher in ihren Bewegungen? Fällt ihnen das Treppensteigen schwer?   

Tipp: entferne Stolperfallen wie Teppiche, Läufer oder Beistelltische. Motiviere die Eltern, sich zu bewegen. Schon kurze Übungen zum Erhalt des Gleichgewichtes können zur Sturzprävention beitragen. Sprich mit dem Hausarzt, ob eine Physiotherapie in Frage kommt.

Erkundige dich, ob die Eltern Hilfsmittel wie Aufstehhilfen, Krücke oder Gehstock, Gehhilfe, Rollatoren etc. nutzen würden.

Und wie sieht es mit der Mobilität außerhalb des Wohnraumes aus? Können die Eltern noch sicher Auto fahren oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen? Benötigen sie Unterstützung beim Einkaufen, Arztbesuchen oder Treffen mit Freunden? Wenn du selbst diese Fahrten nicht übernehmen kannst, frage in deinem Familienkreis, bei Nachbarn und Freunden. Organisiere ein Taxi oder beauftrage einen Alltagsassistenten. Eine Betreuung in der Nähe findest du beispielsweise über https://service.pflege.de/stundenweise-betreuung-finden. Sprich bei anerkanntem Pflegegrad mit deiner Pflegekasse bezüglich der Kostenübernahme.  

Sind die Eltern eingeschränkt beim Aufstehen und Herumlaufen? Sind sie unsicher in ihren Bewegungen? Fällt ihnen das Treppensteigen schwer?   

Tipp: entferne Stolperfallen wie Teppiche, Läufer oder Beistelltische. Motiviere die Eltern, sich zu bewegen. Schon kurze Übungen zum Erhalt des Gleichgewichtes können zur Sturzprävention beitragen. Sprich mit dem Hausarzt, ob eine Physiotherapie in Frage kommt.

Erkundige dich, ob die Eltern Hilfsmittel wie Aufstehhilfen, Krücke oder Gehstock, Gehhilfe, Rollatoren etc. nutzen würden.

Und wie sieht es mit der Mobilität außerhalb des Wohnraumes aus? Können die Eltern noch sicher Auto fahren oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen? Benötigen sie Unterstützung beim Einkaufen, Arztbesuchen oder Treffen mit Freunden? Wenn du selbst diese Fahrten nicht übernehmen kannst, frage in deinem Familienkreis, bei Nachbarn und Freunden. Organisiere ein Taxi oder beauftrage einen Alltagsassistenten. Eine Betreuung in der Nähe findest du beispielsweise über https://service.pflege.de/stundenweise-betreuung-finden. Sprich bei anerkanntem Pflegegrad mit deiner Pflegekasse bezüglich der Kostenübernahme.  

Werden die Eltern vergesslich?

Tipp: Beobachte deine Eltern genauer. Jeder hat mal einen schlechten Tag. Erinnere sie an Termine. Informationen über mentale Aktivierung findest du auch hier https://eldertech.de/individuell-aktiv-in-jedem-alter/

Solltest Du eine andauernde Vergesslichkeit oder Verwirrtheit erkennen, vereinbare einen Termin beim Hausarzt zur Abklärung einer Demenzerkrankung.

Haben die Eltern in letzter Zeit abgenommen? Machen sie einen abgeschlagenen oder dehydrierten Eindruck? Kochen sie nicht mehr oder vergessen sie zu essen? Oder ist das Einkaufen ein Problem für sie?

Tipp: Falls du deine Eltern nicht selbst mit Essen versorgen kannst, beauftrage einen ‚Essen auf Rädern‘-Service. Anbieter findest du u.a. über das Seniorenbüro der Gemeinde, Pflegeberatungsstellen oder Kirchengemeinden. Es lohnt sich, die Preise verschiedener Anbieter zu vergleichen. Meist kostet ein Menü zwischen 4,50 und 7 EUR. Eventuell kommen Anlieferungskosten oder Wochenendzuschläge hinzu. Beachte auch die Kündigungsfrist – vor allem, wenn du den Lieferdienst nur für einen kurzen Zeitraum nutzen möchtest. Eine weitere Möglichkeit ist auch hier ein Alltagsbegleiter, der bei der Arbeit im Haushalt wie u.a. dem Kochen unterstützt.

 

Regelmäßige soziale Kontakte und Aktivitäten halten fit. Ziehen sich die Eltern zurück und vermeiden Kontakte, die sie früher gerne gepflegt haben?

Tipp: Bleibe mit den Eltern im Gespräch. Woran liegt ihr Rückzug? Motiviere sie, sich zu treffen. Biete an, sie zu fahren oder organisiere ein Taxi, damit sie ihre Verabredungen einhalten können.

Schaffen es die Eltern nach wie vor, ihre Wohnung aufzuräumen und sauber zu halten?

Tipp: Wenn du ihnen nicht selbst helfen kannst, finde eine Putzfrau oder Alltagsassistenz, um sie in diesem Bereich zu unterstützen.

Pflegen sich die Eltern nach wie vor? Achten sie auf ihre Kleidung und ihr Äußeres?

Tipp: Sprich mit deinen Eltern. Können sie sich selbst versorgen, anziehen und ihre Wäsche waschen? Biete an, ihnen mit der Wäsche oder dem Bügeln zu helfen. Auch hier kann ein Alltagsbegleiter unterstützen. Ansprechpartner bei der Suche nach einem geeigneten Alltagsbegleiter sind das Seniorenbüro der Gemeinde, caritative Verbände, Pflegedienste oder die Pflegekasse.

Hast du den Eindruck, das Wesen der Eltern habe sich verändert? Sind sie oft launisch, traurig, wütend? Wirken sie depressiv? Sprich mit ihnen. Welche Gedanken treiben sie um?

Tipp: Bei anhaltenden Sorgen kann ein Gespräch mit dem Hausarzt oder einem Psychologen helfen.

Versorgt ein Elternteil den anderen und hat vermehrt Schwierigkeiten dabei?

Tipp: Wenn sie bei der Pflege des Partners körperliche oder auch mentale Entlastung benötigen, findest du hier Unterstützungsangebote. https://www.aok.de/pk/cl/uni/pflege/pflegenavigator/unterstuetzungsangebote/

Haben die Eltern Probleme bei der eigenständigen Regelung ihrer Finanzen? Hast du die Sorge, jemand könnte sie möglicherweise ausnutzen oder betrügen? Sprich mit ihnen darüber und mache sie auch auf gängige Betrugsmaschen aufmerksam https://eldertech.de/betrug-an-senioren/.

Tipp: Lies dich in das Thema der Vollmachten ein und besprich zu einem geeigneten Zeitpunkt mit deinen Eltern, welche Art der Absicherung diesbezüglich für euch sinnvoll und auch erwünscht ist.  

Es gibt also einiges, was du tun kannst, um deinen Eltern zu helfen. Jede Familiensituation ist anders – entscheide, inwieweit du selbst deine Eltern in alltäglichen Dingen unterstützen kannst, ob ein anderes Familienmitglied Aufgaben übernehmen kann oder jemand Externes beauftragt werden soll. Das Wichtigste ist: Redet darüber! Höre ihnen zu und zeige Verständnis für ihre Bedürfnisse und Einwände. Sei bereit für eine Diskussion und präsentiere nicht direkt eine Lösung. Deine Eltern haben vielleicht Vorbehalte, die du bisher noch nicht bedacht hast.

Akzeptiere es, wenn deine Eltern im Moment (noch) nicht zu einer Veränderung bereit sind. Vertage die Diskussion und bleibe weiterhin im Gespräch. Weitere Tipps für die Gesprächsführung findest du auch hier https://eldertech.de/fuereinander-da-sein-wenn-die-eltern-aelter-werden/

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